Story von Hidden Village

Es ist bereits Jahrhunderte her und viele von uns haben es vergessen, doch einst geschah es, dass sich die großen Ninjareiche der Vergangenheit bis aufs Blut bekämpften.Viele gute Shinobi fielen den Kriegen der damaligen Zeit zum Opfer, viele Familien wurden zerstört. Es wurden Schlachten geschlagen ohne dass der Grund den Kämpfern bewusst war. Doch als der Kazekage, der große Führer der Wüstenninja aus Sunagakure ermordet wurde, schien es den Ninjareichen aus den Händen geglitten zu sein, man hatte vollends die Kontrolle verloren. Konohagakure und der Hokage, die seit jeher mit dem Wüstenreich verbündet waren standen unter Verdacht in das Attentat involviert zu sein. Misstrauen erfüllte beide Seiten und somit ging eine Freundschaft zweier Ninjareiche in die Brüche, die sich bis zu diesem Zeitpunkt zusammen den Katastrophen ihrer Zeit gestellt hatten.
Es schien vorherbestimmt zu sein, dass sich eine Allianz bildete um das geschwächte und isolierte Großreich einzunehmen. Takigakure, Kusagakure und Amegakure zogen auf zur Schlacht gegen Sunagakure. Viele hunderte Ninja versammelten sich zu dieser Zeit an den Grenzen von Sunas Wüsten, doch die Shinobi verstanden sich darauf die Kämpfe an die Orte zu verlegen an denen sie sie haben wollten, auch wenn es leicht gewesen wäre sich die Wüste zum Vorteil zu machen, trieben sie die Kämpfe immer weiter vom Dorf weg und somit wurden Schlachten in Gegenden ausgetragen, die nichts mit den streitenden Reichen zu tun hatten.

Doch auch Konoha hatte zu dieser Zeit mit Problemen zu kämpfen. Intrigen im Inneren des Dorfes hatte die Gemüter vergiftet und die Truppen Konohas geschwächt.
Es kam zum Sturz des Hokages und somit war das Dorf ohne Führung und bot sich als ein gefundenes Fressen für seine Widersacher an. Kirigakure und Otogakure, schon immer verfeindet mit dem Dorf im Feuerland, nahmen ihre Gelegenheit wahr und schickten ihre Streitkräfte in den Kampf, das Dorf zu erobern. Doch die Stärke der Konohashinobi wurde unterschätzt, die Invasionsversuche der feindlichen Ninja blieben erfolglos. Der Wille Konohas, die eigenen Leute und das Dorf zu schützen, ungebrochen. Allein die beiden Kage des Wolkenlands, Kumogakure und der des Felsenreiches, Iwagakure, schienen sich aus den Kämpfen der Dörfer herauszuhalten, die so weit weg waren von ihren eigenen Gebieten.

Die Jahre des Kampfes vergingen rasch und verlustreich, selbst nach 13 Jahren anhaltenden Krieges schien es keine Aussicht auf Frieden zu geben. Man wusste längst nicht mehr wer Freund war und wer Feind. Auch die Dörfer, die fernab der Kämpfe lagen erkannten die Bedrohung und nahmen Teil an den Schlachten. Sie suchten den Krieg nicht, er fand sie und suchte sie heim. Bald tobte der Krieg auf dem ganzen Kontinent, Dörfer wurden zerstört und ganze Clans vernichtet. Ein Vierteljahrhundert nach Beginn des Krieges schien jede Familie, auch solche, die nicht in den Ninjakünsten bewandert waren, in diesen verwickelt zu sein und hatte bereits Mitglieder verloren.

Die großen Reiche waren vernichtet, die Versuche sie aufzubauen scheiterten. Es kam zu Knappheiten an Nahrung, Rohstoffen und Kriegern. Doch der noch immer tobende Krieg verstand sich gut darauf alles daran zu setzen keinen Aufbau zuzulassen. Techniken und Schulen verteilten sich über den Kontinent und schienen bald überall verteilt zu sein.

Längst waren zu dieser Zeit die Auslöser des großen Krieges vergessen, man hatte lange schon die kampffähigen Shinobi verloren und wusste nicht mehr ob man Freund oder Freind gegenüberstand, wenn man sich traf. Nachdem die Kage gestürzt waren und auch die Führer der kleineren Dörfer nicht mehr waren verbreitete sich eine Orientierungslosigkeit. Man hatte vergessen wo man herkam, viele der Überlebenden führten Nomadenleben und zogen von Ort zu Ort.
Es schien, als sei der Krieg nach beinahe einem Jahrhundert zuende gegangen.

Und doch dauerte es noch einmal mehr als ein halbes Jahrhundert ehe man sich langsam von den Auswirkungen des Krieges erholt hatte. Die alten Dörfer allerdings wurden nicht neu errichtet, die Verantwortlichen waren tot, die Andenken nahezu vergessen, auch wenn Ruinen und Denkmäler manche Schlachten überstanden hatten.

Doch noch während der Schlachten, gegen Ende des Krieges, als bereits niemand mehr wusste was geschehen war schienen sich einige Ninja an bestimmten Orten versteckt zu haben, sie hatten sich bedeckt gehalten und zurückgezogen, als sie gemerkt hatte, dass es nichts als den Tod zu holen gab.
Es gab Gerüchte,zu diesen Zeiten, man schloss sich den vier Siedlungen an. Eine lag versteckt in einem großen Sumpfgebiet, das nur von denen durchquert werden konnte, denen die Wege vertraut waren, ein anderes lag im dichtesten Urwald, der so viele Gefahren bot, dass die Fläche weder für Kämpfe, noch führ den Holzabbau genutzt werden konnte.
Die dritte Siedlung lag hoch oben in den Gipfeln der Berge und vom ewigen Eis und dessen Gletschern geschützt, die vierte lag in einer Einöde, die Umgeben von scharfkantigen Felsen nicht für Menschen bewohnbar zu sein schien.
Diese vier Siedlungen wuchsen und lockten somit immer mehr der Flüchtlinge an, die auch nach Ende des Krieges nicht gingen um in ihre Heimat zurückzukehren. Man gewöhnte sich an die Bedindungen und lernte das Land zu nutzen.

Es vergingen ein paar Jahre, in der die vier neuen Reiche ihren Wiederaufbau an oberste Stelle stellten. Es galt neue Dörfer zu schaffen, die ihre Bewohner ernähren, sich schützen und sich gegen die anderen Mächte verteidigen konnten. Man akzeptierte und respektierte sich untereinander, doch wirkliches Vertrauen war nicht vorhanden. Das Wohl des eigenen Dorfes stand für jeden der Gründungskage im Mittelpunkt, so dass eine langsame Kontaktaufnahme zueinander erst nach und nach vonstatten ging.
Man verständigte und half sich untereinander, wenn man selbst nicht mehr weiter wusste. Diejenigen, die mehr hatten, gaben denen, die in weniger fruchtbaren Gebieten angesiedelt waren, wohl hin und wieder mit einem Zähneknirschen. Nur ein Dorf, dessen Name aus den Geschichtsbüchern gestrichen wurde, Shugagakure, sträubte sich gegen diese gegenseitige Hilfe. Kurz nach der Gründung der vier großen Ninjareiche siedelte es auf einer Insel im Osten an. Strategisch gut gelegen, sehr gut vor Feinden geschützt, schottete man sich ab, stahl Ninjakünste der anderen Reiche, aber ließ keine Diplomaten hinein, noch trug man etwas heraus.
Die Machtgier des fünften Reiches führte soweit, dass das Misstrauen zwischen den vier Ninjareichen, deren Bande ohnehin nicht auf Freundschaft geknüpft waren, sondern aus Notwendigkeit entstanden waren, wuchs, wenn auch zurecht, man strich jede Hilfeleistung, beendete den Kontakt weitestgehend. Schon damals kam es zu kleinen Auseinandersetzung in den Grenzgebieten.
Erst im Jahr 35 nach Gründung der Reiche kam es zum endgültigen Konflikt. Die ersten feindlichen Ninjatruppen erreichten Yu und zogen von dort nach Genya und Shinsui.
Verbissen versuchte man die Truppen aus Shugagakure zu bezwingen, doch die verbotenen Künste, die man dort anwandte, waren zu verheerend, als dass man es schaffte diese zu eliminieren. Erschwerend kam hinzu, dass jedes der drei Reiche auf seine eigene Stärke pochte, es kam zu keinem vereinten Kampf. Erst als sich Sendo den drei kämpfenden Reichen anschloss und man sich gegen Shugagakure verbündete, wurde dieses geschlagen.
Ein neu gegründetes Gericht in einer neutralen Zone zwischen den Reichen entschied, dass die Verbrechen Shugagakures zu groß waren, als dass es eine Daseinsberechtigung hätte. Das fünfte Ninjareich wurde mit vereinten Kräften ausgelöscht und dem Erdboden gleich gemacht.

Shinsuigakure, das Dorf im ewigen Eis, und Yugakure, verborgen im felsigen Land unterzeichneten nach diesem Zwischenfall einen Bündnisvertrag, der seit dieser Zeit Gültigkeit besitzt und ein Symbol für die tiefe Freundschaft und für den Zusammenhalt der beiden Dörfer ist. Doch auch mit den anderen Dörfern schloss man Verträge ab. Zeichen dafür, dass es nicht erneut zum Konflikt kommen sollte, der womöglich wieder in Krieg enden würde.
Das neutrale Gericht behielt man bei. Es war in einem unbedeutenden Dörfchen zwischen den Reichen gegründet worden und bekam nun den offiziellen Namen „Fusokufuri“. Man entschied sich, dass jeder Kage vor diesem Gericht Rechenschaft ablegen musste. Eine Instanz also, um die Ninjareiche zu kontrollieren und die immer wiederkehrenden Streitigkeiten zu schlichten. Mit eigens ausgebildeten Samuraitruppen und einer florierenden Wirtschaft auf Grund seiner Lage schaffte es sich schnell den Respekt, der für diese Aufgabe von Nöten ist.

Ruhe stellte sich ein, es herrschte Frieden zwischen den Ninjareichen, wenn auch keine Harmonie, man duldete sich, mehr auch nicht.
Jedes Dorf sah sich selbst als das stärkste und beste an, die Konkurrenz um Kunden war groß in diesen Zeiten. Viele Jahre vergingen, bis im Jahr 81 eine neue Größe erschien.
Es war zur Gewohnheit geworden, dass die jeweiligen Endrunden, das große Turnier des Chuuninexamens in Fusokufuri stattfand, so auch in diesem Jahr. Wie jedes Jahr trafen zwei Ninja im Finale aufeinander, doch kurz nachdem der Kampf begonnen hatte wurde dieser von einer unbekannten Gestalt unterbrochen. Eine offene Attacke auf die vier Kage, welche zurückgeschlagen werden konnte. Lange rätselte man über den Ursprung, niemand konnte in seinem eigenen Dorf einen Schuldigen ausmachen. Auf diesen Vorfall brach eine Krankheit in allen vier Dörfern aus, deren Ursprung und Heilung unbekannt war. Erst, als über die Hälfte der Bewohner erkrankt waren erreichte ein Brief die ehrenwerten Kage. Eine Organisation mit dem Namen „Arahi“ gab sich die Ehre und forderte die Kageköpfe. Gründe dafür waren nicht angegeben. Wohl aber die Drohung, dass die Dörfer ausgelöscht würden, sollte man dieser „Bitte“ nicht Folge leisten.
Es war wohl der guten Zusammenarbeit der Dörfer zu verdanken, dass keine Panik ausbrach und man auch dieses Hindernis überwinden konnte.

Doch noch immer blieb unklar, wer Arahi, der geheimnisvolle und mächtige Feind ist und welche Ziele dieser verfolgt.

Arahi jedoch war nicht das einzige Problem. In einer chaotischen Welt hätte sich jeder gut ausgebildete Ninja zurecht gefunden. In einer Welt allerdings, in der riesige Chakragestalten ihr Unwesen trieben und Wälder, Städte, Flüsse und Seen durch verdorbenes schwarzes Chakra verseuchten, konnten nicht einmal die besten Shinobi überleben.
Bis man begriff, dass der Kampf verloren war, starben Tausende. Schließlich aber schickten die losen Shinobiverbände, die sich gegründet hatten, Kundschafter aus. Man war sich einig, dass die alte Welt verloren war und man zu neuen Ufern aufbrechen müsse.


Ungefähr dreihundert Jahre später, vielleicht auch ein wenig mehr: